Düsenrückschlagventil vs. Schwenkrückschlagventil: Druckstoß vermeiden
Der entscheidende Vorteil ist der kurze Hub. Weil sich der Teller nur eine geringe Strecke axial bewegt, schließt das Ventil, bevor die Strömung umkehrt – im Gegensatz zur langen Schwenkbewegung einer klassischen Klappe. Genau dieses frühe, schlagarme Schließen reduziert Druckstöße bei Pumpenausfall.
Technische Daten & Werkstoffe
Fergo liefert die Axial-Rückschlagventile in unterschiedlichen Nennweiten, Druckstufen und Werkstoffen für die schnelle technische Auswahl:
- Nennweite: DN50–DN300 (2''–12'')
- Anschluss: Flansch PN10/16 nach EN 1092
- Gehäuse: Grauguss EN-GJL-250 (GG25)
- Scheibe / Führung: EN-GJS-400-15 (GGG40)
- Welle: AISI 304L / 1.4307
- Feder: 1.4310 / AISI 302
- Dichtung: EPDM
- Temperatur: –10 °C bis +80 °C, max. Druck 16 bar (DN ab 200: 10 bar)
Die Eignung für Ihr Medium prüfen Sie vorab mit unserem Beständigkeits-Tool.
Anwendungen
Axial-Rückschlagventile werden vor allem auf der Druckseite von Pumpen eingesetzt, wo sie Rückfluss und Wasserschlag verhindern. Typische Einsatzbereiche sind Wasser- und Abwasserförderung, Druckerhöhungsanlagen, Kühlwasserkreisläufe und die Gebäudetechnik. Ihr strömungsgünstiger Aufbau hält den Druckverlust gering – ein Vorteil, der auch bei axialen Rückschlagventilen für Pumpendruckleitungen beschrieben wird. Für größere Nennweiten sind Rückschlagklappen oder Kugelrückflussverhinderer eine Alternative.
Auswahl & Einbau
Das Ventil wird in Durchflussrichtung (Pfeil auf dem Gehäuse) eingebaut; federbelastete Ausführungen lassen sich lageunabhängig montieren. Wählen Sie DN und PN passend zum Flanschstandard EN 1092 und schützen Sie das Ventil bei verschmutzten Medien mit einem vorgeschalteten Schmutzfänger. Eine Übersicht aller Bauarten finden Sie in der Kategorie Rückschlagventile; metallisch dichtende Varianten zeigen die Disco-Rückschlagventile.









