
Was ist eine DVGW-Absperrklappe?
Eine Absperrklappe DVGW ist eine Klappe, deren Eignung für Gas oder Trinkwasser vom DVGW geprüft wurde. Der DVGW ist der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches. Das DVGW-Zeichen bestätigt Dichtheit, Materialbeständigkeit und hygienische Unbedenklichkeit. Fergo liefert jede zertifizierte Klappe mit den passenden Nachweisen aus. Eine Übersicht aller Zulassungen finden Sie unter Zertifikate & Zulassungen.

Gas Absperrklappe: DVGW Gas nach DIN EN 13774
Eine Absperrklappe Gas mit DVGW-Zulassung ist nach DIN EN 13774 geprüft. Die Norm deckt Armaturen für Gasverteilungssysteme bis 16 bar Betriebsdruck ab. Der Nennweitenbereich beginnt bei DN25. Fergo Modelle bestehen typisch aus Sphäroguss GGG40 (epoxidbeschichtet), Klappenscheibe aus Edelstahl 1.4408 und NBR-Sitzring. NBR ist der Standardwerkstoff für gasförmige Kohlenwasserstoffe.
Für Erdgas, Biogas & Methan – NBR als Standardwerkstoff
Für Erdgas, Biogas und Methan ist NBR der bewährte Sitzringwerkstoff. Nitril bleibt gegenüber gasförmigen Kohlenwasserstoffen und ölhaltigen Bestandteilen dauerhaft beständig. Die Klassifizierung der Brenngase erfolgt nach DVGW-Arbeitsblatt G 260. Der zulässige Einsatzbereich einer DVGW-Gas-Klappe liegt üblicherweise bei −20 °C bis +60 °C. Fergo prüft jede Konfiguration vor dem Versand auf Übereinstimmung mit Ihrer Anlage. Für Sondermedien wie Sauergase oder trockene Prozessgase beraten wir Sie zu Sitzringen aus FKM oder PTFE. So finden Sie auch für kritische Anwendungen die richtige Absperrklappe Gas mit passender Zulassung.
Absperrklappe Trinkwasser: DVGW-Prüfung nach W 270
Eine Absperrklappe Trinkwasser mit DVGW-Zulassung nutzt einen EPDM-Sitzring nach DVGW-Arbeitsblatt W 270 (heute EN 16421). Die Prüfung weist nach, dass der Dichtwerkstoff kein unzulässiges mikrobielles Wachstum im Trinkwasser fördert. Die mechanische Eignung ist zusätzlich nach DIN EN 1074 für Wasserarmaturen nachzuweisen. Fergo Modelle kombinieren beide Nachweise standardmäßig.

EPDM-Sitzring & TrinkwV-Konformität
Der EPDM-Sitzring einer Absperrklappe Trinkwasser bietet eine dauerhaft dichte Absperrung im Bereich von −10 °C bis +90 °C. Nach Trinkwasserverordnung (TrinkwV) müssen alle Bauteile im Kontakt mit Trinkwasser den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die DVGW-Zulassung ist der praktische Nachweis für Betreiber und Prüfstellen. Typische Einsätze sind die kommunale Wasserversorgung, Hausanschlussleitungen und Löschwassersysteme. Fergo liefert die Klappen mit Konformitätserklärung, Prüfprotokoll und Werkstoffzeugnis. So dokumentieren Sie die Trinkwasserhygiene lückenlos gegenüber Auftraggeber und Behörde. Bei größeren Nennweiten empfehlen wir zusätzlich ein Handgetriebe für ergonomische Bedienung.
Absperrklappe Gas vs. Absperrklappe Trinkwasser: die Unterschiede
Die technischen Unterschiede zwischen einer Absperrklappe Gas und einer Absperrklappe Trinkwasser betreffen vor allem den Sitzring und die zugrunde liegende Norm. Ansonsten ist der Grundaufbau identisch. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:
| Merkmal | Absperrklappe Gas | Absperrklappe Trinkwasser |
|---|---|---|
| Zulassung | DVGW Gas nach DIN EN 13774 | DVGW W 270 / EN 16421 + DIN EN 1074 |
| Sitzring | NBR | EPDM |
| Betriebsdruck | bis 16 bar (PN16) | PN6 / PN10 / PN16 |
| Temperaturbereich | −20 °C bis +60 °C | −10 °C bis +90 °C |
| Gehäuse | GGG40 mit Epoxidbeschichtung | GGG40 mit Epoxidbeschichtung oder Edelstahl 1.4408 |
| Typische Einsätze | Erdgas, Biogas, Methan | Trinkwasser, Löschwasser, Brauchwasser |
DN, PN, Werkstoff & Betätigung wählen
Die passende Absperrklappe DVGW wählen Sie über wenige technische Kriterien. Der Produktkonfigurator oben auf der Seite filtert nach folgenden Merkmalen:
- Nennweite: DN25 bis DN1200 – von der Hausinstallation bis zur großen Versorgungsleitung
- Anschluss: Flansch PN6, PN10, PN16 oder ANSI Class 150 für internationale Projekte
- Bauform: platzsparende Zwischenflansch-Klappe oder stabile Anflansch-Version
- Gehäuse: Sphäroguss GGG40 oder Edelstahl-Absperrklappe 1.4408 für hohe Korrosionsbeständigkeit
- Sitzring: EPDM für Trinkwasser, NBR für Gas
- Klappenscheibe: Edelstahl 1.4408 oder Sphäroguss GGG40 mit Resicoat R4
- Betätigung: Handhebel, Handgetriebe, pneumatischer oder elektrischer Schwenkantrieb
- Zulassung: DVGW Gas nach DIN EN 13774 oder DVGW Trinkwasser nach W 270
Der Aufbauflansch ist nach ISO 5211 genormt. So lässt sich jede Klappe nachträglich automatisieren.
Automatisierung: Handhebel, pneumatischer oder elektrischer Schwenkantrieb
Für die Betätigung stehen drei Standardvarianten zur Auswahl. Die manuelle Version mit Aluminium-Handhebel eignet sich für kleinere Nennweiten und geringe Schalthäufigkeit. Der Handhebel bietet fühlbare Rastpositionen und eine sichere Absperrung ohne Hilfsenergie.
Bei häufigem Schalten oder größeren Nennweiten empfehlen wir einen pneumatischen Schwenkantrieb. Doppeltwirkende Antriebe eignen sich für dauerhafte Prozesse. Federrückstellende Modelle dienen als Sicherheitsabsperrung mit definierter Endstellung im Notfall.
Für vollautomatisierte Anlagen ist eine elektrische Absperrklappe die erste Wahl. Fergo bietet elektrische Antriebe mit 24 V, 230 V oder 240 V AC/DC. Alle Antriebe passen über den ISO-5211-Aufbauflansch direkt auf die DVGW-Klappen aus dem Sortiment. So rüsten Sie eine bestehende Handhebel-Klappe später nach, ohne die Armatur zu tauschen.
Absperrklappe DVGW ab Lager: Lieferung in der DACH-Region
Viele Absperrklappe DVGW Varianten liefert Fergo direkt ab Lager. Der Standardversand erreicht Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz häufig am nächsten Werktag. Sie erhalten jede Klappe mit Zertifikat, Datenblatt und Konformitätserklärung. Ob Modernisierung, Erweiterung eines Trinkwassersystems oder Ersatz für bestehende Leitungen – Sie bekommen die passende Klappe fertig zum Einbau. Bei größeren Projekten koordiniert das technische Team Terminlieferungen und Sonderkonfigurationen.
FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten!
Für Gas- und Trinkwasserleitungen ist eine DVGW-Zertifizierung Pflicht. Sie stellt sicher, dass die Armatur sowohl technisch als auch hygienisch den Vorschriften entspricht.
Ja. Laut Trinkwasserverordnung (TrinkwV) müssen alle Produkte, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen, den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die DVGW-Zertifizierung ist der Nachweis dafür. Ohne sie riskieren Sie nicht nur die öffentliche Gesundheit, sondern auch Regressansprüche.
EPDM ist hier der Standard. Es ist geprüft, hygienisch unbedenklich und langlebig.
Für viele industrielle Anwendungen ja – bei Gas und Trinkwasser aber nicht zulässig. Hier ist die Zertifizierung verbindlich.

















