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Häufig gestellte Fragen

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Absperrklappen

FERGO bietet ein umfassendes Sortiment an Absperrklappen für industrielle Rohrleitungen und die Haustechnik. Die verfügbaren Unterkategorien im Überblick:

Wollen Sie eine Absperrklappe kaufen, schreiben Richtlinien in Deutschland eine bestimmte Leistung vor. Schon aus mechanischer Sicht funktionieren die Ventile heutzutage sehr ähnlich. Im Zentrum agiert eine Scheibe, die Durchfluss blockiert. Dies gelingt durch eine Drehung quer zur Strömungsrichtung. Bei einer zentrischen Bauweise liegt der Drehpunkt dafür mittig. Doppelexzentrische Lösungen verschieben diesen Punkt weiter entlang der Achse des Rohrs und richten sich nicht nach der Mitte.

Der Unterschied liegt in der Montageart an der Rohrleitung. Eine Zwischenflansch-Absperrklappe (Wafer-Bauform) wird ohne eigene Flansche direkt zwischen zwei Gegenflansche der Rohrleitung eingeklemmt und mit Durchgangsbolzen gehalten – sie ist kompakt, leicht und günstig. Eine Anflansch-Absperrklappe (Lug-Bauform) besitzt eigene angeformte Gewindebohrungen an den Enden und kann über Stiftschrauben einseitig an einen Flansch angeschraubt werden, was eine lösbare Verbindung auf jeder Seite ermöglicht. Die Lug-Ausführung eignet sich daher besonders für Dead-End-Service – also überall, wo eine Seite der Rohrleitung drucklos abgetrennt werden muss, ohne die gegenüberliegende Seite zu demontieren. Beide Ausführungen sind bei FERGO in den Fergo Absperrklappen ab Lager verfügbar.

Das Sitzringmaterial entscheidet über die Medienbeständigkeit und Temperaturgrenzen der Absperrklappe:
  • EPDM – Für Wasser, Warmwasser, Dampf, verdünnte Säuren und Laugen sowie Medien in der Wasseraufbereitung und Lebensmittelindustrie. Nicht geeignet für Öle. Bis ca. 120 °C.
  • NBR (Nitril) – Für Mineralöle, Kraftstoffe, Fette und ölhaltige Medien. Nicht geeignet für Heißwasser oder Dampf. Bis ca. 80 °C.
  • PTFE – Nahezu universelle chemische Beständigkeit für aggressive Säuren, Laugen und Lösungsmittel. Erste Wahl in der Chemie und Pharmaindustrie – erhältlich als PTFE Absperrklappe.
  • FKM / Viton® – Hohe Beständigkeit gegen aggressive Chemikalien, Lösungsmittel und erhöhte Temperaturen bis ca. 180 °C. Ideal für anspruchsvolle Prozessmedien.
Bei Unsicherheit zur Medienverträglichkeit steht das FERGO-Team gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung.

Das FERGO-Absperrklappensortiment deckt ein sehr breites Spektrum an Nennweiten und Druckstufen ab:

  • Nennweiten – DN25 bis DN1200 (abhängig von der Bauform; zentrische Klappen bis DN1200, doppelexzentrische und DVGW-Klappen bis DN300)

  • Druckstufen – PN6, PN10 und PN16 für Standard-Industrieanwendungen; höhere Druckstufen (PN25, PN40) bei doppelexzentrischen Ausführungen

  • ANSI/ASME – Class 150 für Inch-normierte Rohrleitungssysteme, insbesondere im internationalen und amerikanischen Markt

  • Baulänge – Zwischenflansch (Wafer) nach ISO 5752 Kurzbaureihe; Anflansch (Lug) für Dead-End-Service

Alle Absperrklappen sind ab Lager lieferbar. Nutzen Sie den Produktkonfigurator, um gezielt nach Nennweite, Druckstufe, Sitzringmaterial und Gehäusewerkstoff zu filtern.

Das hängt von der gewünschten Wirkung ab. Rückschlagklappen sind, wie der Name schon sagt, in erster Linie dazu da, Rückfluss der Medien zu unterbinden. Sie arbeiten dabei grundsätzlich passiv und schließen bei entsprechender Strömung von allein. Eine elektrische oder pneumatische Absperrklappe mit Antrieb kann ebenfalls automatisch agieren, schaltet aber dennoch aktiv um. Abhängig vom Aufbau Ihrer Leitungen kann sich also sogar eine Kombination beider Ventile lohnen.

Das lässt sich generell nur schwer beantworten und hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Als Faustregel können Sie sich einmal an der Größe orientieren: Ab einer bestimmten Nennweite empfehlen wir klar Absperrklappen für Rohrleitungen. Ein Kugelhahn kann wiederum ideal für kleinere Systeme sein. Zur Durchflussregelung eignen sich beide Arten und sorgen zuverlässig für Unterbrechungen ohne Leckage. Melden Sie sich einfach bei uns. Wir helfen Ihnen, das passende Produkt zu finden.

Die Wahl zwischen elektrischem und pneumatischem Antrieb hängt von den verfügbaren Energieträgern, den Schaltzeiten und dem Einsatzbereich ab.
  • Elektrische Absperrklappen – Ideal für Anlagen ohne Druckluftversorgung. Verfügbar mit 24 V DC/AC, 230 V und 240 V sowie analogen Regelsignalen 0–10 V und 4–20 mA für stufenlose Regelung. Einfache Integration in SPS, Gebäudeautomation und SCADA-Systeme. Langsame bis mittlere Schaltzeiten (typisch 15–60 Sekunden).
  • Pneumatische Absperrklappen – Für Anlagen mit vorhandener Druckluftversorgung. Einfachwirkend (federschließend oder federöffnend) für sicheres Schließen bei Druckluftausfall; doppeltwirkend für schnelle, exakt gesteuerte Schaltbewegungen. ATEX-geeignete Ausführungen für explosionsgefährdete Bereiche. Sehr schnelle Schaltzeiten (unter 5 Sekunden) und robust in rauen Industrieumgebungen.
Als Faustregel gilt: Elektrisch für präzise Regelaufgaben und Anlagen ohne Druckluft – pneumatisch für schnelles Schalten, hohe Taktzahlen und ATEX-Bereiche.
Absperrklappen sind vielseitige Armaturen, die in nahezu allen Industrien eingesetzt werden. Dank der breiten Auswahl an Gehäusewerkstoffen (GGG40, Edelstahl), Sitzringmaterialien (EPDM, NBR, PTFE, FKM) und Bauformen deckt FERGO folgende Anwendungen ab:
  • Wasser und Abwasser – Kläranlagen, Pumpstationen, kommunale Wasserversorgung (mit DVGW-Zulassung für Trinkwasser)
  • Heizung, Klima, Kälte (HVAC) – Heizungswasser, Kühlwasser, Glykollösungen mit EPDM-Sitz
  • Chemie und Pharmaindustrie – Aggressive Säuren, Laugen und Lösungsmittel mit PTFE-Sitz oder Edelstahl-Ausführung
  • Öl und Gas – Kohlenwasserstoffe, Kraftstoffe mit NBR-Sitz; zertifizierte Ausführungen für Gasanwendungen mit DVGW-Zulassung
  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie – Hygienische Edelstahlklappen mit FDA-konformen Sitzwerkstoffen
  • Energieerzeugung und Industrie – Dampf, Prozessgase und Hochdruckanwendungen mit doppelexzentrischen Absperrklappen
Eine doppelexzentrische Absperrklappe – auch Hochleistungsabsperrklappe oder Double-Offset-Butterfly-Valve genannt – unterscheidet sich von einer zentrischen Absperrklappe durch zwei geometrische Versetzungen der Drehachse. Erstens ist die Spindel hinter der Sitzebene versetzt, und zweitens ist sie seitlich aus der Rohrmitte verschoben. Dies bewirkt, dass die Scheibe beim Öffnen sofort aus dem Sitz herausschwenkt, anstatt darin zu reiben. Die Vorteile gegenüber zentrischen Klappen sind geringerer Verschleiß am Sitz, längere Standzeiten und die Möglichkeit, metallische Sitze einzusetzen. Damit eignet sich die doppelexzentrische Bauform besonders für höhere Drücke (PN16 bis PN40), erhöhte Temperaturen, häufige Betätigungszyklen und Medien, die weiche Elastomersitze beschädigen würden – zum Beispiel Dampf, Heißgase, abrasive Medien und aggressive Chemikalien.