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Häufig gestellte Fragen

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Kompensator

Ein Kompensator für Rohrleitungen – auch Dehnungsausgleicher oder Rohrkompensator genannt – ist ein flexibles Element, das zwischen zwei feste Rohrleitungsabschnitte eingebaut wird, um axiale, laterale und angulare Bewegungen durch Wärmeausdehnung aufzunehmen. Gleichzeitig entkoppelt ein Gummikompensator Pumpen und Maschinen akustisch vom Rohrnetz und verhindert so die Übertragung von Schwingungen und Körperschall in die Gebäudestruktur. Fergo bietet Gummikompensatoren von DN25 bis DN500 mit Flanschanschlüssen PN10/16 sowie Muffenausführungen für eine besonders schnelle und einfache Montage.

Ein Gummikompensator besteht aus einem reinen Elastomerkörper mit Gewebeverstärkung und bietet hervorragende Schwingungsdämpfung bei niedrigen bis mittleren Betriebsdrücken bis PN16. Der Gummi-Metall-Rohrverbinder kombiniert einen Gummikörper mit integrierten Metallverstärkungen und erreicht dadurch eine höhere Druckbeständigkeit sowie bessere Formstabilität unter Betriebsdruck. Er ist die richtige Wahl für industrielle Rohrleitungen und Pumpenstationen, die gleichzeitig Flexibilität und erhöhte mechanische Festigkeit erfordern.

Die Werkstoffwahl hängt direkt vom geförderten Medium und der Betriebstemperatur ab.

  • EPDM ist die erste Wahl für Gummikompensatoren in Heizungs-, Klimaanlagen- und Trinkwassersystemen, da dieser Werkstoff beständig gegen Wasser, Heißwasser und verdünnte Säuren bis ca. 150 °C ist.

  • NBR hingegen eignet sich für ölhaltige Medien wie Kraftstoffe und Mineralöle und wird bevorzugt in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt, während Neopren eine gute Allround-Option für allgemeine Industrieanwendungen und Meerwassersysteme darstellt.

Fergo führt Gummikompensatoren von DN25 bis DN500, sodass sowohl kleine Gebäudeanlagen als auch große Industrierohrleitungen abgedeckt sind. Die Standardausführungen sind für die Druckstufen PN10 und PN16 ausgelegt, was die gängigsten Anforderungen in Heizungs-, Klimaanlagen-, Kühlwasser- und Wasserversorgungssystemen abdeckt. Als Anschlussausführungen stehen sowohl Flansch nach EN 1092-1 als auch Muffenverbindungen zur Verfügung, um eine flexible und schnelle Montage in der Rohrleitung zu ermöglichen.

Gummikompensatoren dürfen beim Einbau weder axial vorgespannt noch verdreht werden, da sie für die Aufnahme von Betriebsbewegungen ausgelegt sind und keine Montagespannungen ausgleichen sollen. Die Rohrleitung muss mit Festpunkten und Führungen versehen sein, damit der Dehnungsausgleicher die Bewegungen kontrolliert aufnimmt. Bei größeren Nennweiten und höheren Betriebsdrücken sind Zugstangen erforderlich, die den Kompensator vor axialer Überdehnung durch den Innendruck schützen, und der Kompensator sollte zudem vor direkter UV-Einstrahlung und Ozonquellen geschützt werden.

Die Baulänge ist die Länge des Kompensators von Flansch zu Flansch in eingebautem Zustand. Sie ist ein wichtiges Maß für die Montage in Ihrer Rohrleitung. Auf der Seite werden hauptsächlich Modelle mit den Baulängen 130mm (Typ OG130) und 150mm (Typ OG150) angeboten.

Gummikompensatoren für Rohrleitungen finden sich in Heizungs- und Klimaanlagen zur Schwingungsdämpfung von Umwälzpumpen, in Wasserversorgungsnetzen und Kläranlagen, in industriellen Prozesspipelines der Chemie- und Lebensmittelindustrie sowie im Schiffbau und auf Offshore-Anlagen, wo Gummi-Metall-Rohrverbinder für die hohe mechanische Beanspruchung bevorzugt werden. Darüber hinaus sind sie in der Gebäudetechnik unverzichtbar, um Pumpenschall und Rohrschwingungen in Wohn- und Gewerbegebäuden auf ein Minimum zu reduzieren. Der Elastomerwerkstoff – EPDM für Wasser und Heizung, NBR für Öl und Gas – wird dabei je nach Medium und Betriebstemperatur gewählt.